CD Release: “Traveller” Nic Koray & Band

endlich…

… ist es soweit.

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Die von vielen lang erwartete, und herzlich ersehnte CD “Traveller”
von Nic Koray und ihrer Band,
(Ich habe dass Vergnügen in dieser Band etwas Gitarre zu spielen)
ist erschienen.

Der interessierte Zuhörer kann nun bei den angesagten Online-Shops wie z.B.:
Amazon, iTunes, Musicload und wie sie nicht noch alle heißen, alle Titel einzeln oder gebündelt erwerben. Echte CD´s gibt es bei unseren Live Shows.

Die CD Release Party findet am 7.5. 2010, ab 20.00 Uhr im Dortmunder Kult Club  subrosa statt. Dort besteht die Möglichkeit mit Nic und uns dieses Ereignis gebührend zu feiern, die CD zu erwerben, alle unsere “Hits” und  natürlich unser neues Material zu hören.

Also, ruft Eure Freunde an, bringt Eure Verwandten, die Arbeits- und Studien Kollegen, Nachbarn und Lehrer mit , bei den Haustieren bin ich mir allerdings nicht so sicher ob die in den Club hinein dürfen, egal …

… kommt vorbei, und macht Euch einen schönen Freitag Abend.

bis die Tage

Ein Abend mit Jim Hall – Konzert Bimhuis 23.04.2010


Jim Hall @ umbria jazz winter #17

Ursprünglich hochgeladen von axelspin

Am vergangenen Mittwoch hatte ich endlich einmal das Glück Jim Hall live, bei einem seiner Konzerte zu erleben.

Um kurz nach halb Neun betrat ein Mann mit Stock, Weste und Schnäuzer die Bühne.
Das Gehen schien ihm nicht mehr ganz einfach zu fallen, doch mit seiner ersten Ansage an das Publikum wurde es offensichtlich, dass Jim Hall  in den kommenden zwei Stunden, die Zuhörer, des bis auf den letzten Platz ausverkauften Bimhuises in Amsterdam, zusammen mit seinen Mitmusiker, Scott Colley am Kontrabass  und Joey Baron am Schlagzeug, in seinen Bann zu ziehen würde.

Auf seiner Set-List standen Standards wie “All the Things You Are”, und “My funny Valentine”, Eigenkompositionen wie “All Across the City” und ” Careful” so wie  frei improvisierte Stücke im Duo und im Trio mit seinen Mitmusikern.

Zu erleben war ein hoch konzentriert agierendes Trio, bestehend aus Weltklasse Musikern des Jazz, welche die Musik und die gemeinsame Interaktion in den Mittelpunkt stellten.
Durch die Zurücknahme der Lautstärke, teilweise auf ein absolut akustisches Niveau, war es im Konzertsaal oft so leise, dass man eine Stecknadel hätte fallen hören können. Dass Vorurteil, dass Gitarristen immer zu laut seien (wie neulich von Andre Nendza in seinem Blog schön treffend pointiert), galt hier zu keinem Moment. Im Gegenteil, oft war Scott Colley der lautstärketechnisch präsenteste.
Diese Ausgangsbedingungen brachten es mit sich, dass die Parameter eines typischen Jazz Solos:
lauter, schneller, noch schneller, noch lauter, bei diesem Konzert nicht angewandt wurden.

Im Gegenteil, der Schachzug die Lautstärke zu reduzieren, brachte es mit sich, dass eine Intensität des Zuhörens entstand, die ich in dieser Art,  noch nie bei  einem Konzert mitterlebt habe. Wollte man von der Musik  etwas mitbekommen, so blieb nichts anderes übrig, als alle aufkommenden Gedanken abzuschalten und sich zu fokussieren.

Als Assoziation erschien mir an diesem Abend öfter das Bild eines Philosophen der alle sophistischen Floskeln vermeidend, mit einer Eloquenz schwierigste Sachverhalte wie das einfachste und plausibelste der Welt erscheinen lassen konnte. Ein Philosoph der festgestellt hat, dass Wahrheit und Erkenntniss, im Gegensatz zu heutiger Praxis nicht immer hinausgeschrien werden müssen, in der Hoffnung seinem gesagten Nachdruck zu verleihen – wer zuhören will kann zuhören. Eine ebenso simple wie geniale Haltung.

Es kann überhaupt kein Zweifel daran bestehen, dass dieser Gitarrist mit seiner Spielauffassung als Vater des modernen Jazz für Gitarristen angesehen werden muss und dass so unterschiedliche Gitarristen wie Peter Bernstein, Nels Cline, John Scofield, oder Bill Frisell, Jim Hall zu ihren prägendsten Einflüssen zählen.

Ich wünsche Jim Hall für seine nächsten Jahre das Beste. Dieses Konzert wird mir, im Gegensatz zu vielen anderen, bestimmt noch länger in guter Erinnerung bleiben.

Hoffentlich ergibt sich für mich noch einmal eine Möglichkeit ihm zu zuhören.

Nachtrag & Video: Im Schatten der Halde 2009

Ich habe endlich etwas Zeit gefunden, um die Video Clips des Festivals im November zu sichten und zusammen zu schneiden

Ich denke der Clip bietet allen noch einmal die Gelegenheit, einen Eindruck von der Vielfältigkeit des Abends zu gewinnen.

Jazz, Standards, Punk, Alternativ Rock und Metal.
Bands, die teilweise das erste Mal überhaupt auf einer Bühne gestanden haben.
Bands, die kurz davor sind ihre erste richtige CD zu machen.

Daher an dieser Stelle noch einmal:
Danke an alle die mitgemacht haben, an alle die mitgeholfen haben diesen Abend so erfolgreich zu gestalten.
Wer weiss, wann es diese Möglichkeit noch einmal geben wird.


Im Schatten der Halde – 2009

Andreas Wildenhain | MySpace Musikvideos