Ich möchte an dieser Stelle Tipps und Anregungen für Gitarristen zur Verfügung stellen, welche die “digital audio workstation” Ableton
nicht nur zum Aufnehmen ihres Materials im Studio, sondern ebenfalls zum Loopen, Improvisieren und Arrangieren in Live Situationen verwenden möchten.
Mein Ziel ist es Ableton Live7 in Konzerten einzusetzen und alle Loops und Samples direkt vor Ort zu erstellen. Aus dieser Aufgabenstellung heraus stellen sich einige Fragen:
# wie sollte das Live-Set (Ableton´s Terminologie für die Arbeitsumgebung) aussehen ?
# wie programmiere ich meine “short cuts” ?
# wie belege ich meine Midi Controller ( das Floor Board Yamaha MFC 10 und die Desktop Controller Behringer BCR 2000 und das M-Audio Axiom 25) ?
# welche Audio Soundkarten kann ich für einen Live Gig verwenden ?
# sollte ich noch einen Mixer dazwischen schalten ?
# kann ich meinen Röhren Gitarren Amp mit in meinem Setup verwenden ?
# sollte ich einen Laptop verwenden oder besser meinen Desktop PC ?
Die hier vorgestellten Tipps und Ideen haben keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit, vielmehr stelle ich meine persönlichen Überlegungen und Erfahrungen zur Verfügung und bin offen für Anregungen und Diskussionen jeder Art. Wer sich mit posts an diesem Projekt beteiligen möchte, kann mich sehr gerne anschreiben.
Es gibt zwar viele Informationen im Netz zur Thematik, aber erstens muss man oft etwas suchen und zweitens sind viele Seiten auf englisch, was für den einen oder anderen doch noch eine Hürde darstellen kann.
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Im Studio benutze ich eine RME Hammerfall Soundkarte, das RME Hammerfall Digiface.
Dies System benutze ich jetzt schon einige Jahre. Ich bin aber immer noch absolut begeistert
vom Sound, der Zuverlässigkeit und der Qualität dieses Gerätes.
Das Direct Monitoring und ein Minimum an Latenz gaben für mich den Ausschlag dieses System zu kaufen.
Ich hatte eine Zeit lang zusätzlich eine M-Audio Firewire Karte, aber die ewigen Abstürze und eine im Vergleich schlechtere Sound Qualität, machen dieses Produkt nicht empfehlenswert.
Im Studio verwende ich sowohl herkömmliches Recording ( Amp und Mikrofone), sowie digitale Amp-Modeller. Hierbei benutze ich einen
Line6 POD X3 Live, einen Line6 POD II,sowie Native Instruments Guitar Rig 3.
Die entsprechende Aufnahmesituation (Demoaufnahme, Produktion oder Gitarren Unterricht) erfordert jeweils einige Überlegungen für welche Lösung ich mich jeweils entscheide, bei den Line 6 Geräten gefallen mir die Clean Sounds sehr gut und manches von den Metal Sounds, bei dem Guitar Rig sind die Crunch und Metal Sounds meine erste Wahl. (Die eingebaute Soundkarte des Line6 X3 live benutze ich nicht. Das Gerät geht über die Line Outs in den Computer.)
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Für meine experimentellen Live Gigs (electronic , sound design und looping) experimentiere ich mit einer Emu 0404 USB Soundkarte. 
Nach dem Desaster mit der M-Audio Firewire Karte, war ich auf der Suche nach einem preiswerten aber stabilen System, auf dass ich mich verlassen kann. Bisher bin ich zufrieden und die Abstriche die man in punkto Sound Qualität machen muss, sind live zu verschmerzen.
Im Grunde bin ich ein konservativer Gitarrist, d.h. ich liebe es auf der Bühne einen Amp hinter mir stehen zu haben. Die Ansprache des Amp, der jeweilige Raum in dem man spielt und die Art wie man Anschlägt ergeben drei Parameter, mit denen jeder erfahrene Gitarrist sofort umzugehen weiß. Digitale Systeme empfinde ich da als steriler, der Sound ist nicht so lebendig.
Ich habe von daher versucht mit traditionellen Amps ein Signal in den Rechner abzuzweigen, dies ist aber mit erheblichen Soundeinbußen (Nebengeräuschen der Mitmusiker) verbunden, deswegen habe ich mich entschieden den Line6 X3 Live auf der Bühne zu benutzen. Das Floorboard macht die Steuerung und das schnelle Wechseln der Sounds sehr angenehm. Guitar Rig 3 würde ich gerne einsetzen, aber mein bisheriger Laptop würde durch die CPU Belastung so sehr in die Knie gehen, dass das Abspielen von Audio Loops und das bearbeiten von VST Midi Instrumenten nicht mehr möglich wäre. Im Zweilfelsfall scheint es mir sinniger die CPU Belastung des Laptop zu schonen wo immer es geht.
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Zum Loopen arbeite ich mit der Sessionview, da mir diese Ansicht die Möglichkeit bietet beliebige Loops aufnehmen zu können und in jeder erdenklichen Variante mit vorgefertigten Samples oder Midi Spuren zu zu kombinieren .
Abb. 1
Dies schafft eine nette Variante desd Arrangierens, die es mir ermöglicht nicht nur im Studio , sondern auch in in jeder Live-Situation neue Varianten meines Tracks zu kreieren.
Zu Beginn erstelle ich ein Set (Abletons Terminologie für eine Arbeitsumgebung) mit einem Audio Eingang für die Gitarre [Guitar IN] und der Möglichkeit hiervon 4 Spuren mit Loops [Loop 1]zu erstellen.
Nehmen wir an meine Session soll Rhythmusspuren, Melodien, Effektspuren und Soli enthalten (Loop 1 bis loop 4).
Es macht nun keinen Sinn jede Spur auf den physikalischen Audio Eingang zu routen, eleganter ist es dies einmal zu tun [Guitar IN]
Abb. 2
und lieber einen Verweis von meiner Loopspur [Loop 1] auf meinen Eingang zu beziehen.
Nun möchte ich ohne Maus jede Spur und jeden Slot anwählen können und bestimmen ob ich etwas aufnehmen oder wiedergeben möchte.
Zu diesem Zweck habe ich versucht möglichst viele Befehle auf die Tastatur zu legen.
Es gibt folgende Kategorien:
#1 Trackauswahl [5. Tastaturreihe, Umschalttaste + Zahl: zum Beispiel !,",§,$]
#2 Track Start [5. Tastaturreihe, die Zahlen: 1,2,3,4,]
#3 Track Stop [4. Tastaturreihe, die kleingeschriebenen Buchstaben:qwer]
#4 Aufnahmebereitschaft [4. Tastaturreihe, die großgeschriebenen Buchstaben:QWER]
#5 Slot Navigation:
Stop Clips *
nächste Scene #
vorherige Scene ´
Nun kann ich schnell durch meine Session navigieren, ohne jedes mal mit der Maus oder meinem Trackpad arbeiten zu müssen.
Als allererstes möchte auf Spur 4 das Riff “Master of Puppets” von Metallica, aufnehmen.
- Ich überprüfe ob mein Gitarren Signal auf der Spur [Guitar IN] ankommt (der Monitor Schalter muss auf In stehen. Bei den Loopsspuren kann der Monitor ausgeschaltet werden (siehe Abb. 2).
- Ich drücke die Umschalttaste und die Zahl4 um den Track zu wählen.
- Ich drücke die Umschalttaste und das r um die Spur für die Aufnahme scharf zu schalten.
- ich navigiere zu dem Slot meiner Wahl (`oder #) (alternativ cursor rauf oder curser runter)
- Ich drücke die Zahl 4 um meine Aufnahme in den Slot zu starten oder wieder zu beenden.
- Ich drücke die Taste r um meinen Clip zu stoppen.
und stelle fest: “super hat alles geklappt.
Nur das Timing der Aufnahme klingt ziemlich komisch.”
Ich vermute aber, dass dies wohl an der Latenz meiner Soundkarte und meines PC´s liegen muss und beschließe lieber erst mal bei dem Händler meiner Wahl einen neuen 4 oder 8 Kern Prozessor zu bestellen ^^
oder nur noch Trance House Tracks zu “producen”.
Tja, aufgeweckte Beobachter werden jetzt einwenden, dass das hier besprochene zwar schon total klasse ist, aber man Gitarre, Bass, Ziehharmonika und das Waschbrett aber mit zwei Händen spielt und sich aus diesem Grund die Frage stellt, wie man denn Bitte schön, dann noch alle Tastaturkürzel bedienen soll.






