In diesem Jahr erhielt ich, auf Einladung von Bernd Uppena vom Hertener Kulturbüro, die Möglichkeit, als Mitveranstalter an der Organisation eines größeren Musik Festivals mitzuwirken, nachdem ich die letzten Jahre jeweils ein kleines Festival für Nachwuchsbands in Herten organisiert hatte.
Ewald Bebt sollte aber mehr als nur ein Newcomer Festival werden. Die Idee war es, neben dem musikalischen Wettbewerb, bei dem sich die Besten für eine Vorentscheidung in Köln unter den Augen einer Jury qualifizieren konnten, zusätzlich eine Infobörse, Workshops, den Jam Truck und ein amtliches Konzert zu organisieren, um Interessierten Musikern und Fans eine breite Plattform zu bieten.

Somit ergab sich die Möglichkeit, Bands der von mir betreuten Gitarren und Bass Schüler, ein weiteres Mal die Gelegenheit zu geben, sich einem Publikum zu präsentieren und unter professionellen Bedingungen Bühnenerfahrungen zu sammeln, sowie sich dem Global Battle Of the Bands, einem Band Wettbewerb zu stellen. Die mit mir als Band Coach in Verbindung stehenden Bands sind Fo(u)r Beat und Paraphrase.
Leider hatten die Newcomer einen zeitlich viel zu engen Rahmen um sich live präsentieren zu können. Zwei Songs sind für Profis im Fernsehen sicherlich ausreichend, damit man aber als Band über das Stadium des Lampenfiebers hinauskommt und der Gig anfängt Spaß zu machen, sollte man doch etwas mehr Zeit zur Verfügung haben.
Beide Bands haben sich in meinen Augen super in diesem Kontext präsentiert und ich hoffe sie bekommen dadurch Auftrieb weiter an sich zu arbeiten und mehr Gigs an Land zu ziehen.
Wie eingangs erwähnt, wurde das Newcomer Festival ergänzt durch Workshops für Bands und Musiker zu den Themen GEMA, Booking, Bühnenpräsentation und generelle Einsteiger Tipps für ganz jung gegründete Bands.
Zusätzlich konnte der Jam Truck, ein zu einem Tonstudio umgebauter LKW der Folkwang Musikschule, in welchem Bands ihr erstes Demo aufnehmen konnten, gewonnen werden.
Und daneben gab es eine Art Musikmesse in der Musikdienstleister wie Tonstudios, Fotografen, Konzert Agenturen, Promoter und Konzertveranstalter miteinander ins Gespräch gelangen konnten.
Nach Abschluss des Wettbewerbs rockten dann Itchy Poopzkid, Amplify und Lost Youth die Bühne der Heizzentrale und brachten damit ein wenig Kultur nach Herten.
Zu den Gewinnern des Wettbewerbs und Final Teilnehmer in Köln wurden von der Jury gekürt:
Also alles in Allem, bis auf einige technische Pannen und Kinderkrankheiten, eine gelungene Veranstaltung, die zeigt, dass sich Herten zwar im Strukturwandel befindet, aber darüber hinaus über eine aktive Underground Kultur an Bands verfügt, die nur darauf warten mal das “Haus” oder “Ewald” zu rocken.
Tja, dann schauen wir mal ob Ewald Bebt vielleicht im nächsten Jahr fortgesetzt werden kann.
Fotos: Sarah Lüder







