Wie eine Studie des “Center for Research on Health Care” der University of Pittsburgh unter der Leitung von Brian A. Primack herausgefunden hat, bezieht sich ein Drittel aller Unterhaltungsmusik in eindeutig positiver Weise auf Drogen-, Alkohol-, Tabak- oder sonstigen Konsum bewusstseinserweiternder Substanzen.
279 Songs der Sparten Rock, Rap, Country, R&B, des Jahres 2005 die von dem Billboard Magazin
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als Top 40 gelistet wurden, wurden untersucht.
Man kam zu dem Ergebnis, dass der durchschnittlich 2 – 3 Stunden Radio und Medien konsumierende Jugendliche (was immer das meint), 84 Bezügen von expliziten Drogenbotschaften ausgesetzt ist. Die verwandten Drogen variieren stark nach Genre und sind motiviert durch die Akzeptans der jeweiligen Peer Group und Geschlecht.
So weit so gut, aber lassen wir diese Aussage auf uns wirken.
Mir kommen da nach einigen Stunden des Grübelns doch ernsthafte Fragen:
1. Wie bestimmt man denn in Musiktexten einen eindeutigen Bezug auf Drogen?
bzw. sind die un-eindeutigen Textbezüge nicht die Essentielleren?
2. War es nicht schon immer so, dass Popularmusik und Drogen sich gegenseitig beeinflussten ? Ich will jetzt gar nicht mit den Beatles und “Lucy in the Sky with Diamonds” anfangen …, aber … wie wäre es mit z.B. mit “under the bridge”?
3. Wird es demnächst Sticker auf den CD´s geben, auf denen neben dem Hinweis auf jugendgefährdende Sprache auch einen Hinweis auf eine mögliche Drogenzugehörigkeit gelistet wird. [z.B. Gentleman - Achtung: Marihuana verherrlichende Sprache ] oder [Motörhead: die Einahme dieser Musik kann zu Formen starken Alkoholismus' führen]?
4. Hatte Steve Coleman doch Recht mit seiner Aussage, dass der übermäßige Genuss von Popmusik zu starken Veränderungen der Persönlichkeit führen kann?
5. Warum ist kein Jazz in den Charts zu finden, verherrlichen Jazzmusiker denn keine Drogen in ihrer Musik? Wie war das mit noch Keith Jarrett und Jaco Pastorius? Mmmh …, aber warum klingt die Musik dann oft so angeschossen? Nun, ich dachte ja auch lange, dass Frank Zappa Drogen genommen haben müsste, was aber ein Irrtum war.
6. Wie ist es mit unseren Freunden aus dem Hardcore, die zu großen Anteilen ja Veganer sind? Sollte man jetzt nicht lieber mehr Hardcore im Radio spielen? Ich weiss nicht, ob “Dillinger Escape Plan”, Veganer sind, aber diese Band im Radio wäre doch wirklich mal was anderes, oder ?
7. Macht Bloggen zynisch, werde ich Nihilist? Tja das sind Fragen: aber um mit Bob Dylan zu enden:
“the answer my friend, is blowin´in the Wind”…
also. …wahrscheinlich Kokain, …oder ?
ach ja ich befürworte auf keinen Fall die Einnahme vom Drogen!!
(falls mich jemand in dieser Hinsicht missverstehen sollte )








